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Advent -Worauf warten Sie? - „Meine Seele wartet auf den Herrn…“, Psalm 130, Vers 6

Liebe Gemeindeglieder aus Seelbach, Arfurt und Aumenau. worauf warten Sie in diesen Tagen, wenn Sie die neueste Ausgabe unseres Gemeindebriefes Dez. 2022 / Januar 2023 in den Händen halten? Mir fällt dazu eine Geschichte ein: Im absoluten Halteverbot am Gießener Bahnhof stand ein Auto. Als der Polizeibeamte den Strafzettel schreiben wollte, sieht er den Mann am Steuer des Wagens. Darum klopft er an das Fenster. Der Mann - ein Religionslehrer übrigens - schreckt aus seinen Gedanken auf und kurbelt die Scheibe herunter. Der Polizist fährt ihn an: „Worauf warten Sie denn hier?“ Darauf der Mann, noch an seinen Gedanken hängend: „Ich warte auf das Reich Gottes.“ Der Polizeibeamte muss ihn ziemlich entgeistert angesehen haben, und dann ist er kopfschüttelnd weitergegangen. Sogar das „Knöllchen“ -hat er vergessen. Ein paar Jahre liegt diese Geschichte schon zurück. Sie ist so skurril, dass sie immer mal wieder im Kollegenkreis weitererzählt wird. Ich finde die Geschichte erhellend gerade für die Adventszeit - die Zeit des Wartens auf das Kommen Jesu Christi. Worauf warten Sie eigentlich? Manchmal habe ich den Eindruck: Die meisten warten auf gar nichts mehr. Man sieht eben nur, wie man den Stress der Zeit vor Weihnachten bewältigt, und dann geht es ja auch schon bald wieder weiter im nächsten Jahr. Wer auf nichts wartet, der erwartet auch kaum noch etwas für seine Zukunft. Manche sagen vielleicht noch: Ich erwarte ein paar ruhige Weihnachtstage. Kinder erwarten manchmal ungeduldig ihre Geschenke; und viele erhoffen sich weiße Weihnachten. Aber wer wartet schon auf das Reich Gottes? In früheren Generationen haben Christen sehnsüchtig auf Gottes Reich gewartet. Inständig haben sie gehofft, dass endlich Gerechtigkeit und Frieden einziehen. Sie haben dafür gebetet, dass Not und Leid ein Ende haben werden, und dass Gott alles in allem sein wird. In einer ähnlichen Situation befinden wir uns auch – es herrscht Krieg in Europa, in der Ukraine, der Friede ist weit entfernt. Sorgen und Ängste beherrschen viele Menschen, Inflation und Teuerung betreffen uns alle. Den Christen damals hat das Hoffen auf das Wiederkommen Jesu gut getan. Sie konnten die Augen aufheben aus den Sorgen und Nöten des Alltags und den weiten Blick bekommen, der dem Leben Hoffnung und Kraft gibt, wie es in Psalm 130, Vers 6 heißt: „Meine Seele wartet auf den Herrn…“. Worauf warten Sie? Wir wünschen Ihnen solche Perspektive der Hoffnung gerade in der vor uns liegenden Advents- und Weihnachtszeit. Ohne die Sehnsucht nach dem ganz Anderen verkommen wir in unserer Gegenwart. Denn wer wartet bleibt offen für den, der kommt, wie es in einem unserer schönsten Adventslieder heißt: Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst. EG 13, Strophe 1 In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr Pfarrer Carsten Koch

„Grüß Gott!“ – Ich bin der (alte) Neue!

Liebe Leserinnen und Liebe Leser des „Gemeindebriefes der Evangelischen Kirchengemeinden Aumenau und Seelbach / Arfurt“, vielleicht haben Sie schon gehört, dass die Kirchenleitung unserer Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau beschlossen hat, mich über den 31. Oktober bei ihnen zu lassen. Mit dem 1. November 2022 hat man mich mit einem vollen Dienstauftrag für ihre beiden Kirchengemeinden betraut. Nun bin ich also erst einmal bis 31.12. 2024 ihr neuer Gemeindepfarrer. Nachdem ich von März bis Oktober für Kasualien und Seelsorge beauftragt war, so habe ich nun „das Ganze“, wie man bei uns so schön sagt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und ‚Vergelts-Gott‘ ihnen allen, die ich bisher kennenlernen durfte und die mich freundlich aufgenommen haben, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mir manche Tür geöffnet haben und den Kirchenvorständen beider Gemeinden, die sich einstimmig gegenüber der Kirchenleitung für mein Verbleiben hier ausgesprochen haben. Ganz besonders möchte ich auch an dieser Stelle Herrn Dekan Manfred Pollex und Frau Pröpstin Bertram Schäfer danken, die meinen Weg der Wiedereingliederung intensiv betreut und gefördert haben. Nach wie vor gilt für mich, was ich damals formuliert habe: Der Dienst eines Pfarrers, einer Pfarrerin in der Kirchengemeinde ist für mich Beziehungsarbeit oder wie der Kirchenvater Augustin einmal gesagt hat: Für euch bin ich Pfarrer, mit euch bin ich Christ. Das bedeutet für mich, dass diese Beziehungsarbeit keine Einbahnstraße ist, sondern ein Geben und Nehmen. Meine Bitte daher: Kommen Sie auf mich zu! Auch ich werde auf Sie zukommen. Ich freue mich auf Sie und ein Miteinander in diesen, doch für uns alle schweren Tage, bedingt durch das Weltgeschehen wie Krieg und Pandemie im Großen und den vielen Dingen, die uns ganz persönlich bewegen, freuen oder auch belasten. Niemand muss allein sein so sagt es Christus! Lassen Sie uns an der Umsetzung dieser Verheißung miteinander arbeiten.

Herzlichst, Ihr Pfarrer Carsten Koch

Besuchsdienstpraxis und Hausabendmahl für Arfurt, Aumenau und Seelbach

Immer wieder werde ich gefragt: „Machen Sie auch Besuche, Herr Pfarrer?“ Aus diesem Anlass heraus möchte ich gerne ihnen meine Besuchsdienstpraxis kommunizieren. Ich mache gerne Besuche, nicht nur Geburtstagsbesuche. Manche und manchen von ihnen werde ich zu den sogenannten „runden“ oder „halbrunden“ Geburtstagen, dem 80., 85., 90. oder 95. und ab 96 jedes Jahr besuchen. Gerne komme ich aber auch zu jeder und zu jedem, sofern Sie einen Besuchswunsch mir gegenüber äußern. Hier bitte ich Sie ganz herzlich, mich anzurufen bzw. es mich durch die Kirchen- vorsteherinnen, Kirchenvorsteher oder andere Menschen Ihres Vertrauens wissen zu lassen. Guter evangelischer Tradition entspreche ich auch Ihrem Wunsche nach einer Hausandacht oder einem Gottesdienst anlässlich ihres Ehejubiläums (Silberne, Goldene, Eiserne oder Diamantene Hochzeit). Bitte melden Sie dies rechtzeitig bei mir an, dann vereinbaren wir ein Gespräch zur Vorbereitung ihres Jubiläums. Mein Herzensanliegen ist das Hausabendmahl! „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“ Gerade diejenigen unter ihnen, die nicht mehr am Sonntagsgottesdienst teilnehmen können so zu Hause einen Gottesdienst mit Abendmahl feiern. Melden Sie sich bitte in den beiden Gemeindesekretariaten oder direkt bei mir. Dann komme ich zu ihnen und wir feiern eine kleine Abendmahlsfeier. Auch bringe ich genügend Zeit mit, dass wir uns im Anschluss noch unterhalten können. Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen!

Ihr Pfarrer Carsten Koch

Neue Gottesdienstregelungen

Wir bitten die Gottesdienstbesucher Masken zutragen und den Abstand zu wahren.

Verwaltung der Kirchengemeinden Seelbach und Aumenau

Ab dem  1. November 2022 ist Pfarrer Carsten Koch für die Kirchengemeinden Seelbach/Arfurt und Aumenau in vollem Umfang zuständig. Sie erreichen Pfarrer Carsten Koch unter Tel.: 06471-3179714.

Weiterhin ist das Gemeindebüro in Seelbach dienstags und donnerstags von 9.30-12.30 Uhr und in Aumenau dienstags von 9-13 Uhr besetzt.

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